Desk Sharing verstehen und richtig einsetzen

Desk Sharing richtig umgesetzt: weniger Leerstand, besser genutzte Fläche. Immer mehr Büros sind durch Homeoffice und Remote Work unterbelegt und Desk Sharing bietet eine smarte Lösung dazu. Doch was steckt hinter dem Konzept? Wie lässt sich der Wandel zur flexiblen Arbeitsplatznutzung sinnvoll gestalten, ohne Chaos zu riskieren? In diesem Beitrag erfährst du, wie Desk Sharing funktioniert, welche Modelle es gibt, welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind und wie Unternehmen den Wechsel erfolgreich meistern.

Die starke Tendenz zu Remote Work und Homeoffice-Tagen führt dazu, dass viele Schreibtische in Büros leer bleiben. In Unternehmen entstehen dann Fragen: Wie lässt sich die Anzahl der ungenutzten Schreibtische reduzieren? Welche Anzahl müssen wir mindestens vorhalten, sodass trotzdem jeder einen Platz findet, sobald er doch ins Büro kommt? Und wie machen wir das planbar? In diesem Artikel erfährst du, was Desk Sharing bedeutet, welche Fragestellungen noch daran gekoppelt sind und welche Vorteile sich aus dem Konzept ziehen lassen.

Was ist Desk Sharing?

Desk Sharing, auch bekannt als Shared Desk oder Flex Desk, bedeutet, dass Mitarbeiter keine festen Schreibtische mehr haben. Stattdessen stehen ihnen flexibel nutzbare Arbeitsplätze zur Verfügung. Entweder setzt man sich irgendwo hin, oder es gibt ein Buchungssystem.

Durch die Möglichkeiten des Homeoffice und weiteren Remote-Work Arbeitsweisen bleiben in den Unternehmen mehr und mehr Schreibtische leer. Das Konzept des klassischen Büros mit seinen teils über Jahre fest zugewiesenen Schreibtischen wird hinterfragt. Studien und Erfahrungsberichte zeigen ebenfalls: Längst nicht alle Angestellten sind täglich im Büro. Durch Urlaube, Krankheitstage, Außendienst oder Homeoffice ergibt sich ein durchschnittlicher Präsenzwert, der häufig deutlich unter 70 % liegt, was bedeutet: Die Anzahl der Schreibtische im Unternehmen könnte deutlich reduziert werden.

Eine wichtige und sinnvolle Steuerungsgröße bei der Planung ist die sogenannte Desk-Sharing-Quote. Sie beschreibt das Verhältnis von verfügbaren Schreibtischen zur Anzahl der Mitarbeiter. Eine Quote von z. B. 0,7 bedeutet: 10 Mitarbeiter teilen sich eine Anzahl von 7 Schreibtischen. Je niedriger die Quote, desto mehr Mitarbeiter teilen sich rechnerisch einen Arbeitsplatz.

Damit es dabei nicht zu Engpässen bei den Arbeitsplätzen kommt, sollte beim Desk Sharing nicht nur die schiere Effizienz im Vordergrund stehen. Begleitet wird das Konzept von Änderungen der Unternehmenskultur, einem fairen Miteinander, neu gedachter Büroausstattung und ebenso neuen Hilfsmitteln, wie einer Software zur Platzbuchung.

{{sticky-cta}}

Wie geht Desk Sharing?

Im Wesentlichen unterscheidet man beim Desk-Sharing-Konzept zwei grundlegende Ansätze:

  • First Come, First Serve: Mitarbeiter, die früh ins Büro kommen, haben die freie Wahl unter den noch verfügbaren Arbeitsplätzen. Dieses Modell funktioniert besonders gut in kleinen Teams, in denen die Abstimmung persönlich und informell erfolgen kann.
  • Platzzuweisung mittels Software: Besonders in größeren Unternehmen wird die Platzvergabe durch Apps oder Plattformen organisiert. In den Tools lassen sich verfügbare Arbeitsplätze einsehen, reservieren und dabei der Sitzplatz von Teammitgliedern berücksichtigen. Einige Systeme bieten zudem Raumpläne, Benachrichtigungen und Integrationen mit Kalender-Tools an.

Beide Ansätze bieten je nach Unternehmensgröße und Arbeitskultur unterschiedliche Vorzüge. Die Wahl des passenden Systems hängt davon ab, wie das Desk Sharing in der jeweiligen Organisation umgesetzt werden soll.

Erfolgreiches Desk Sharing hängt stark davon ab, wie gut die organisatorischen Abläufe, die Technik und die Unternehmenskultur zusammenspielen. Ohne klare Regeln, eine geeignete Kommunikation und unterstützende Tools wird die neu gewonnene Flexibilität schnell zum Chaosfaktor.

Die 4 Varianten des Desk Sharing

Neben den beiden genannten Ansätzen gibt es verschiedene Umsetzungsformen von Desk Sharing, die Unternehmen einsetzen können:

Hot Desking

Einfach umzusetzen, aber eher problematisch im Alltag: Mitarbeiter wählen täglich spontan einen freien Platz. Ohne Buchungssystem kann das zu einem permanenten Kampf um die besten Plätze führen. Dieses Modell basiert auf dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ und ist somit nicht wirklich fair. Geeignet ist das Hot Desking beispielsweise für Co-Working-Spaces.

Desk Sharing kombiniert mit Homeoffice

Gerade in hybriden Arbeitsmodellen bietet Desk Sharing viele Vorteile. Wenn Mitarbeiter regelmäßig im Homeoffice sind, reduziert sich der Bedarf an festen Arbeitsplätzen wie beschrieben deutlich. Im Unternehmen sinken Bedarf und Kosten der Hardware, frei gewordene Flächen können anderweitig genutzt werden – auch zugunsten der Mitarbeiter. Der gewonnene Platz kann für Ruhezonen, Orte der Zusammenarbeit usw. genutzt werden. Die Verbindlichkeit der Platzreservierung sorgt für ein faires Miteinander.

Zonenbasiertes Desk Sharing

Ein moderner Ansatz: Das Büro wird in Funktionszonen unterteilt, etwa für konzentriertes Arbeiten, kreative Zusammenarbeit, Telefonate oder Erholung. Mitarbeiter wählen den Platz, der zu ihrer Tagesaufgabe passt. Dieses Modell fördert die Eigenverantwortung und passt sich verschiedenen Arbeitsstilen an.

Hoteling samt Desk Booking

Insbesondere für mobile oder selten im Büro anwesende Mitarbeiter geeignet: Per Tool wird ein Arbeitsplatz im Voraus gebucht, vergleichbar mit einer Hotelreservierung. Besonders nützlich für Außendienstmitarbeiter oder Kollegen, die üblicherweise an anderen Standorten arbeiten.

Diese Varianten lassen sich mitunter nicht scharf voneinander abgrenzen und sind auch nicht absolut definiert. Jedes Unternehmen sollte alle Möglichkeiten kombinieren, die der Arbeitsweise des Teams zugutekommt.

Die Vorteile und Nachteile des Desk-Sharing-Konzepts

Desk Sharing bringt viele Chancen, den Arbeitsplatz auf ein modernes Niveau zu heben. Parallel dazu entstehen aber auch Schwierigkeiten.

{{cta}}

Vorteile des Desk Sharing

  • Förderung von Kreativität und Zusammenarbeit: Der tägliche Platzwechsel fördert den Austausch zwischen Teams, ermöglicht spontane Gespräche und neue Perspektiven.
  • Effizienter Raumeinsatz: Büroflächen lassen sich dynamisch an die tatsächliche Nutzung anpassen und eine neu gedachte Flächennutzung wird möglich.
  • Mehr Autonomie: Mitarbeiter können Ort, Zeit und Umfeld ihrer Arbeit besser steuern, ohne dabei permanent einen Platz zu beanspruchen.
  • Chancengleichheit: Jeder Mitarbeiter hat die gleichen Möglichkeiten bei der Platzwahl, unabhängig von Arbeitsweise, Position oder Funktion.
  • Höhere Anpassungsfähigkeit: Das Unternehmen bleibt in der Raumgestaltung frei und kann sich leichter auf Wachstum, Umstrukturierung oder neu ermittelte Homeoffice-Quoten einstellen.
  • Offeneres Betriebsklima: Führungskräfte und Mitarbeiter sitzen beieinander, was Vertrauen fördert und ein Miteinander auf Augenhöhe stärkt.
  • Produktivität: Die Möglichkeit, je nach Aufgabe zwischen ruhigen oder kommunikativen Zonen zu wechseln, kommt der Arbeitsweise zugute.

Nachteile des Desk Sharing

Wird Desk Sharing weniger gut etabliert, bleibt ohne klare Regeln oder wird nicht genügend durch die Führungskräfte und Software unterstützt, entstehen mitunter Nachteile:

  • Unterschiedliche Bedürfnisse werden nicht immer erfüllt: Angestellte, die einen ruhigen und abgeschiedenen Arbeitsplatz benötigen, könnten durch das häufige Wechseln der Sitzplätze Schwierigkeiten haben, eine für sie passende Umgebung zu finden.
  • Verlust von Vertrautheit: Der Wegfall eines persönlich eingerichteten Arbeitsplatzes kann das Zugehörigkeitsgefühl beeinträchtigen.
  • Konkurrenz um Plätze: Beliebte Schreibtische oder Ruhezonen sind begrenzt, Konflikte sind möglich.
  • Technischer Aufwand: Jeder Arbeitsplatz sollte vollständig und gleichwertig ausgestattet sein.
  • Organisatorische Hürden: Die tägliche Suche nach einem freien Schreibtisch kann bei schlechten Strukturen zu Stress führen.
  • Weniger Teamzusammenhalt: Wenn Kollegen nicht regelmäßig nebeneinandersitzen, kann das persönliche Miteinander leiden.
  • Datenschutzrisiken: Ohne Clean Desk Policy droht ungewollter Einblick in sensible Informationen.
  • Fehlender Raum für persönliche Gegenstände: Persönliche Arbeitsmaterialien und Gegenstände können nicht dauerhaft am Platz bleiben.

Kein genannter Nachteil ist ein untrennbarer Teil des Desk Sharing. Stattdessen lassen sich alle Punkte durch gute Strukturen lösen. Mehr dazu findest du im Kapitel der Tipps für erfolgreiches Desk Sharing.

7 Tipps und Richtlinien für ein erfolgreiches Desk Sharing

  • Mitarbeiter einbinden: Partizipation erhöht Akzeptanz und verringert stille Widerstände.
  • Transparente Kommunikation: Ziele und Regeln offenlegen, um Missverständnisse zu vermeiden.
  • Klare Regeln: Clean Desk, Buchung, Verhalten in Zonen klar definieren.
  • Zugängliche Buchungssysteme: Tools müssen intuitiv bedienbar sein und über alle Endgeräte funktionieren.
  • Sauberkeit sicherstellen: Regelmäßige Reinigung, klare Zuständigkeiten, keine persönlichen Gegenstände am Platz zurücklassen.
  • Stauraum bereitstellen: Schließfächer oder Rollcontainer ermöglichen sicheres Verstauen persönlicher Arbeitsmittel.
  • Feedback integrieren: Desk Sharing ist kein starres System. Regelmäßige Evaluation und Anpassung erhalten und erhöhen die Wirksamkeit.

Neben der Einhaltung technischer Standards sollte auch die soziale Komponente nicht zu kurz kommen: Unternehmen sollten auf eine wertschätzende Arbeitsplatzkultur achten, in der gegenseitige Rücksichtnahme und Teamverantwortung selbstverständlich sind.

Die richtige Desk-Sharing-Ausstattung

Ein funktionierendes Desk-Sharing-Modell steht und fällt mit der richtigen Ausstattung. Wenn Arbeitsplätze nicht nur geteilt, sondern auch täglich neu genutzt werden, müssen sie so gestaltet sein, dass jeder Mitarbeiter sofort produktiv loslegen kann, und das ohne langes Suchen, Umstecken oder Improvisieren.

Damit das gelingt, braucht es:

  • Einheitliche Arbeitsplätze: Höhenverstellbare Schreibtische, ergonomische Stühle, Monitore, Dockingstationen, leicht zugängliche Strom- und Netzwerkanschlüsse.
  • Persönliche Peripherie: Jede Person nutzt eine eigene Maus, Tastatur und Headset, idealerweise verstaut in einer abschließbaren Box oder Schließfach.
  • Sauberkeit & Hygiene: Stationen mit Desinfektionsmitteln und Reinigungstüchern, klare Regeln für das saubere Hinterlassen des Schreibtischs.
  • Persönlicher Stauraum: Schließfächer oder mobile Rollcontainer für Taschen, Jacken, Helme, Wechselschuhe, Unterlagen, private Gegenstände.
  • Ergonomiestandards: Monitor auf Augenhöhe, blendfreies Licht, Schulung zur ergonomischen Einrichtung des Arbeitsplatzes
  • Rückzugs- und Pausenbereiche: Zonen für Ruhe, konzentriertes Arbeiten abseits der Shared Desks
  • Kaffeeküchen: Gut ausgestattete Küchen für die Zubereitung von Getränken, dem Erwärmen des mitgebrachten Essens usw.

Wichtig ist, dass die Ausstattung das abdeckt, was zuvor an Schreibtischen oder in kleineren Büros stattfand. Sinnbildlich gesprochen werden Mitarbeiter nicht über den Verlust eines Wasserkochers klagen, wenn stattdessen eine voll ausgestattete Teeküche vorhanden sein wird.

{{hint-box}}

Perspektive: Desk Sharing auf lange Sicht

Desk Sharing funktioniert dann am besten und für alle gleich gut, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Organisatorische Voraussetzungen:

  • Kulturwandel bewusst gestalten und durch Führungskräfte vorleben
  • Pilotprojekte starten, bevor der flächendeckende Rollout erfolgt
  • Einführende Schulung bzw. Informationsveranstaltungen durchführen
  • Feedbackschleifen zur kontinuierlichen Verbesserung

Technische & räumliche Voraussetzungen:

  • Zonen gestalten (Fokus, Team, Kommunikation, Pause)
  • Einheitliche technische Ausstattung der Arbeitsplätze
  • Stabiles WLAN und ortsunabhängiger Zugriff auf alle Arbeitsmittel
  • Software zur Arbeitsplatz- und Raumbuchung

Der Einsatz einer geeigneten Desk Sharing Software löst Reservierungslisten an den Türen der Meetingräume ab und sorgt dafür, dass Arbeitsplätze fair und zuverlässig gebucht werden können. Mit PULT stellt jeder Mitarbeiter sicher, nach der Fahrt zur Arbeit auch tatsächlich den gewünschten Platz frei vorzufinden. Die wichtigsten Funktionen im Überblick:

  • Schreibtischbuchung mit Lageplan, vom Smartphone, Laptop, PC
  • Filtern nach Ausstattung und Buchung neben dem Lieblingskollegen
  • Raumreservierung für Meetings, Workshops oder Fokusarbeit
  • Besuchermanagement inkl. Check-in und Anwesenheitsübersicht
  • Team-Find-Funktion, um zu sehen, wer wann im Büro ist
  • Datengestützte Auswertungen zur Nutzung von Flächen und Arbeitsplätzen
  • Integration in bestehende Tools wie Microsoft Teams oder Slack

Zurück ins Büro

Wenn du daran arbeitest, deine Mitarbeiter wieder verstärkt zur Präsenz im Büro zu bewegen, kann Desk Sharing ein wichtiges Hilfsmittel sein. Schließlich wirkt eine moderne Ausstattung einladend. Durch den gewonnenen Platz kannst du die Anwesenheit im Büro erheblich angenehmer gestalten als zuvor, zum Beispiel mittels Ruhezonen, bequemen Pausenbereichen und Zonen für kreative Zusammenarbeit. Desk Sharing und verbesserte Strukturen greifen direkt ineinander und erhöhen die Qualität des Arbeitsplatzes.

Mehr als 1000 innovative Arbeitsplätze vertrauen uns
FAQ

Haben Sie Fragen?

Was ist der Unterschied zwischen Desk Sharing und Hot Desking?

Beim Hot Desking wird ein einzelner Schreibtisch typischerweise von mehreren Personen pro Tag in Folge genutzt; die Häufigkeit des Wechsels ist höher. Dies ist beispielsweise in Co-Working-Spaces üblich. Beim Desk Sharing werden Arbeitsplätze für halbe oder volle Tage reserviert und werden in der Regel von wiederkehrenden Nutzern verwendet.

Welche technischen Anforderungen sind für Desk Sharing erforderlich?

Funktionierendes Wi-Fi, mobile Geräte und ein zuverlässiges Buchungssystem sind unerlässlich. Dazu gehört standardisierte Ausstattung an allen Standorten, damit jeder Raum gleichwertig genutzt werden kann und keine bevorzugten Plätze intern entstehen oder andere vermieden werden.

Ist Desk Sharing mit Teilzeitarbeit, Homeoffice oder Schichtarbeit kompatibel?

Genau dafür ist es ausgelegt. Menschen, die nicht jeden Tag im Büro arbeiten, benötigen keinen dauerhaft zugewiesenen Schreibtisch. Das Unternehmen kann die Anzahl der Arbeitsplätze reduzieren, die verbleibenden gut ausstatten und den freigewordenen Raum für andere Zwecke nutzen. Die Mitarbeiter planen ihre Bürozeiten und buchen einen Arbeitsplatz, der ihren Bedürfnissen entspricht.

Wie können Sie verhindern, dass immer die gleichen Plätze eingenommen werden?

Finden Sie heraus, warum einige Orte so beliebt sind. Mögliche Gründe sind gutes Licht, Nähe zu Fenstern, eine ruhige Umgebung usw. Sie können die Gründe herausfinden, indem Sie mit Ihren Kollegen sprechen. Wenn möglich, statten Sie weniger beliebte Orte auf die gleiche Weise aus oder stellen Sie sicher, dass sie auch die gleichen Bedingungen wie die beliebten Orte bieten.‍

Was passiert mit persönlichen Gegenständen oder Papierdokumenten?

Es ist eine gute Idee, den Mitarbeitern Schließfächer für persönliche Gegenstände zur Verfügung zu stellen. Achten Sie bei der Auswahl der Schließfächer darauf, dass sie groß genug sind, um bequem einen Rucksack, einen Fahrradhelm, eine nasse Jacke usw. unterzubringen. Dokumente und Daten sollten, wo immer möglich, digital verarbeitet werden. Falls erforderlich, stellen Sie abschließbare Aktenschränke zur Verfügung.

Über den Autor

Isolde Van der Knaap

Hybrid Work-Enthusiast und Account Executive

Bei PULT gestalten wir die Zukunft des hybriden Arbeitsplatzes für Unternehmen und ihre Mitarbeiter. Ich konzentriere mich auf KMU und mittelständische Kunden in Europa und arbeite an allem, von Customer Discovery bis Onboarding. Ich bin sehr begeistert von New Work und bin 2024 nach Hamburg gezogen, obwohl ich ursprünglich aus Frankreich komme.

Ressourcen

Erfahren Sie, wie Sie bessere Abläufe am Arbeitsplatz durchführen können

Besuchermanagementsystem: Was es ist und wie es funktioniert
Besucherverwaltung

Besuchermanagementsystem: Was es ist und wie es funktioniert

Ein Besuchermanagementsystem ersetzt die Papierliste am Empfang durch einen digitalen Prozess für Check-in und Besuchererfassung. Es dokumentiert, wer sich vor Ort befindet, benachrichtigt den zuständigen Host und speichert Besuche in einem durchsuchbaren Protokoll für Sicherheits- und Compliance-Prozesse. Gerade in wachsenden Büros lässt sich damit eine Lücke schließen, die bei manuellen Empfangsprozessen schnell entsteht.

Besuchermanagementsystem: Das Wichtigste in Kürze

Ein Besuchermanagementsystem digitalisiert den Gäste-Check-in. Voranmeldung, Badge-Druck, Host-Benachrichtigungen und ein durchsuchbares Besucherprotokoll ersetzen manuelle Papierlisten.

Besuchermanagement-Software reduziert manuelle Arbeit an der Rezeption und schafft gleichzeitig nachvollziehbare Daten für Sicherheitsprüfungen und Compliance-Prozesse.

Ein eigenständiges Besuchermanagementsystem bildet den Check-in ab. Desk Booking, Room Booking und weitere Office-Daten liegen jedoch häufig in separaten Tools. Dadurch fehlt eine gemeinsame Übersicht über die Anwesenheit im Büro.

PULT verbindet Visitor Management mit Anwesenheitsdaten, Desk und Room Booking sowie Emergency-Response-Prozessen in einer Plattform. Sicherheitsteams können Mitarbeitende und Besucher dadurch in einer gemeinsamen Übersicht betrachten.

Was ist ein Besuchermanagementsystem?

Ein Besuchermanagementsystem ist eine Software, die den manuellen Anmeldeprozess für Gäste digital abbildet und nachvollziehbar dokumentiert. Das System erfasst Besucherdaten sowie Ankunft und Abreise und informiert die Person, die der Gast besuchen möchte. Eine Papierliste an der Rezeption ist dafür nicht erforderlich. Unternehmen setzen solche Systeme vor allem für Sicherheit, die Umsetzung von Datenschutzanforderungen wie der DSGVO und einen professionelleren Check-in-Prozess ein.

Eigenständige Check-in-Tools kümmern sich ausschließlich um den Empfang. Plattformbasiertes Visitor Management wie bei PULT verbindet Besucherdaten zusätzlich mit dem übrigen Anwesenheits- und Office Management. Sicherheitsteams können dadurch Besucher und Mitarbeitende in einer gemeinsamen Umgebung betrachten.

Was leistet ein Besuchermanagementsystem?

Ein Besuchermanagementsystem bildet den gesamten Besucherprozess digital ab, von der Voranmeldung bis zum Check-out. Es erfasst die Daten eines Gastes, informiert den zuständigen Host, kann einen Besucherausweis ausstellen und speichert Besuche in einem durchsuchbaren Protokoll. Die Besuchermanagement-Software führt diesen Vorgang auf einem Tablet, einem Kiosk oder einem Mobiltelefon durch.

Kernfunktionen eines modernen Besuchermanagementsystems

Voranmeldung und Einladungen: Hosts schicken Besuchern vor dem Termin einen Link mit Informationen zum Besuch, zur Anfahrt, zu Parkplätzen oder zum Gebäudezugang.

Self-Service-Check-in: Gäste bestätigen am Kiosk oder Tablet ihren Namen, den Host und den Besuchsgrund. Der Vorgang kann in weniger als einer Minute abgeschlossen werden.

Optionale ID- und Watchlist-Prüfung: Je nach Plattform und Konfiguration kann das System Identitätsdokumente prüfen oder Namen mit Sicherheits- beziehungsweise Sperrlisten abgleichen, bevor ein Badge ausgestellt wird.

Badge-Druck und QR-Codes: Gäste können einen sichtbaren digitalen oder gedruckten Besucherausweis erhalten, der zeitlich auf den jeweiligen Besuch begrenzt ist.

Host-Benachrichtigungen: Die besuchte Person erhält sofort eine Nachricht per E-Mail, Slack oder Teams. Je nach Konfiguration können Name und Foto des Gastes enthalten sein.

Unterzeichnung von Vertraulichkeitsvereinbarungen (NDA) und Verträgen: Rechtliche Dokumente können beim Check-in digital unterschrieben und anschließend für Compliance-Zwecke gespeichert werden.

Besucherprotokolle und Auswertungen: Jeder Besuch erhält einen Zeitstempel und kann gesucht oder exportiert werden. Dadurch lassen sich auch wiederkehrende Abläufe am Empfang auswerten.

Besucherliste für den Notfall: Bei einer Evakuierung kann eine aktuelle Besucherliste abgerufen werden. Sie zeigt, welche Gäste laut System noch als im Gebäude befindlich erfasst sind.

Besuchermanagement-Software vs. Papierliste

Kriterium Papierliste Besuchermanagement-Software
Datenqualität Unleserliche Einträge, fehlende Angaben Strukturierte Pflichtfelder
Sicherheitsprüfung Keine Watchlist- und ID-Prüfung möglich
Notfall-Anwesenheitskontrolle Manuelles Prüfen anhand der Liste Sofort abrufbare und exportierbare Liste
Compliance-Dokumentation Schwer durchsuchbar und manuell zu löschen Durchsuchbare Datensätze mit Aufbewahrungsregeln

Wie läuft ein Besuch von der Einladung bis zum Check-out ab?

Ein typischer Besuch umfasst sechs Schritte: Der Host verschickt eine Einladung. Der Gast registriert sich vorab und bestätigt bei der Ankunft seine Daten. Anschließend kann ein Badge ausgestellt werden. Der Host wird benachrichtigt und beim Verlassen des Gebäudes wird der Check-out dokumentiert oder automatisch zu einem festgelegten Zeitpunkt durchgeführt.

1

Voranmeldung: Der Host plant den Besuch und verschickt einen Link mit Ankunftsinformationen, Hinweisen zum Parken und Angaben zum Gebäudezugang.

2

Ankunft und Check-in: Der Gast bestätigt seine Daten an einem Kiosk, auf einem Tablet oder über das eigene Smartphone. Der Vorgang dauert üblicherweise weniger als eine Minute.

3

Optionale Identitäts- und Watchlist-Überprüfung: Je nach Plattform und Konfiguration können vor dem Gebäudezugang zusätzliche ID- oder Sicherheitsprüfungen durchgeführt werden.

4

Badge-Ausgabe: Ein gedruckter oder digitaler Besucherausweis identifiziert den Gast im Gebäude und kann auf den jeweiligen Besuchstag begrenzt werden.

5

Host-Benachrichtigung: Die besuchte Person erhält sofort eine Nachricht mit dem Namen und bei entsprechender Konfiguration dem Foto des Gastes.

6

Check-out und Protokollierung: Der Gast checkt beim Verlassen aus. Alternativ kann das System einen Besuch zu einem definierten Zeitpunkt automatisch schließen und den Datensatz damit aktuell halten.

Welche Vorteile bietet ein Besuchermanagementsystem für das Büro?

Ein zentraler Vorteil ist ein vollständiges und durchsuchbares Protokoll darüber, wer zu welchem Zeitpunkt vor Ort erfasst war. Eine Papierliste oder mündliche Anmeldung kann diese Informationen nur eingeschränkt bereitstellen.

Vorteile in Sicherheit und Compliance

Je nach Plattform und Konfiguration kann ein Besuchermanagementsystem Gäste mit einer Watchlist abgleichen, bevor sie Zugang zu den Büroflächen erhalten. Besuche können mit Zeitstempel für spätere Sicherheits- und Compliance-Prüfungen gespeichert werden. Besucherdaten gelten unter der DSGVO als personenbezogene Daten. Unternehmen benötigen daher eine rechtliche Grundlage für die Verarbeitung, eine angemessene Aufbewahrungsfrist beziehungsweise Kriterien für deren Festlegung sowie Schutzmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff. Ein digitales System kann solche Vorgaben direkt im Check-in-Prozess unterstützen und manuelle Schritte reduzieren.

Auch während eines Notfalls ist eine vollständige Besuchererfassung relevant. OSHA-Leitlinien sehen vor, dass Besucher nach einer Evakuierung berücksichtigt werden. Viele Unternehmen greifen dafür auf die Anmeldeliste zurück. Fehlt eine Person in dieser Liste, kann sich die Klärung verzögern. Gerade bei einer echten Evakuierung ist eine aktuelle Anwesenheitsübersicht deshalb besonders wichtig.

PULT Presence und Visitor Management liefern Daten zu Mitarbeitenden und Besuchern für eine gemeinsame Anwesenheitsübersicht. Facility Teams können dadurch im Notfall schneller prüfen, wer als vor Ort erfasst ist, ohne zuerst Papierlisten durchsuchen zu müssen.

Vorteile für Empfang und Besuchererlebnis

Automatisierter Check-in reduziert die Zeit, die dein Team für handschriftliche Anmeldungen, manuelle Badge-Erstellung und Telefonanrufe zur Besucherankündigung benötigt. Mitarbeitende am Empfang können sich dadurch stärker um Gäste und andere Aufgaben kümmern. Besucher kommen schneller durch den Anmeldeprozess. Ein klar organisierter Check-in verbessert außerdem den ersten Eindruck beim Betreten des Büros. Bei Kunden-, Bewerber- oder Investorenterminen wird der Empfang damit Teil eines professionellen Besuchserlebnisses.

Wie wählst du die richtige Visitor-Management-Lösung aus?

Die passende Lösung hängt weniger von der reinen Anzahl der Funktionen ab als davon, wie gut sie zu eurem Sicherheitssetup, der Bürogröße und der bestehenden Tool-Landschaft passt. Ein System für ein kleines Startup-Büro stellt andere Anforderungen als eine Lösung für einen Campus mit 500 Mitarbeitenden, mehreren Gebäuden und einem eigenen Sicherheitsteam.

Kriterium Was ist zu prüfen?
Funktionsumfang Voranmeldung, Überprüfung der Beobachtungsliste, Ausdrucken von Ausweisen, Berichterstellung
Integrationen Kalender-, Personal- und Kommunikationstools, die Ihr Team bereits nutzt
Sicherheit und Compliance Kontrollen zur Datenaufbewahrung, Prüfprotokolle, DSGVO-konformer Umgang mit Daten
Skalierbarkeit Preisgestaltung und Einrichtung an mehreren Standorten
Preis Preismodelle nach Standort vs. nach Nutzer
Benutzerfreundlichkeit Die Einrichtungszeit des Kiosks und wie schnell das Personal den Umgang mit dem System erlernen kann

Reicht eine eigenständige Visitor-Management-Plattform für ein modernes Büro aus?

Eine eigenständige Visitor-Management-Plattform löst die Abläufe am Empfang. Viele Büros verwalten Desk Booking, Room Booking und Parkplätze jedoch weiterhin über separate Systeme. Werden diese Prozesse in einer Plattform verbunden, erhalten Security- und Facility-Teams eine gemeinsame aktuelle Übersicht über Mitarbeitende und Besucher vor Ort.

Besonders wichtig wird diese Verbindung bei Sicherheitsvorfällen oder Veränderungen der Büroflächen. Facility Teams brauchen dann einen aktuellen Überblick über die Anwesenheit und keine vier verschiedenen Logins. PULT verbindet Visitor Management mit Desk Booking Software, Room Booking und Anwesenheitsdaten. Ein gemeinsames Dashboard zeigt die erfassten Mitarbeitenden und Besucher vor Ort. Für Office Manager, die eine breitere Arbeitsplatzmanagement-Software prüfen, ist diese Verbindung relevant, weil Besucherdaten im Kontext der gesamten Büroanwesenheit deutlich mehr Nutzen bieten.

{{onpage-cta}}

Nutze den Besucher-Check-in für mehr Sicherheit

Ein Besuchermanagementsystem macht aus einem schwer nachvollziehbaren manuellen Empfangsprozess einen kontrollierten digitalen Zugang. Du erhältst ein durchsuchbares Protokoll darüber, wer wann eingecheckt hat. Besonders wertvoll werden diese Daten, wenn das Visitor Management mit anderen Office-Prozessen wie Desk Booking und Echtzeit-Anwesenheit verbunden ist. Dadurch entsteht eine aktuelle Übersicht der erfassten Personen vor Ort.

Visitor Check-in, Desk Booking, Room Booking und Anwesenheitsdaten laufen in einer Plattform und können über einen gemeinsamen Zugang verwaltet werden.

Eine Echtzeitübersicht zeigt Mitarbeitende und Besucher vor Ort und unterstützt damit eine schnellere Anwesenheitskontrolle im Notfall.

Jeder Besuch wird in einem durchsuchbaren Protokoll erfasst. Die Daten können für Sicherheits- und Compliance-Prüfungen genutzt werden.

Microsoft Teams und Slack können für Host-Benachrichtigungen genutzt werden. Personio und HiBob verbinden Mitarbeiterdaten über integrierte Schnittstellen.

{{onpage-cta-2}}

Sammelpunkte: Definition, Regeln für den Standort und Durchführung einer Personenzählung
Büro Einblicke

Sammelpunkt: Definition, Standort & Ablauf

Ein Sammelpunkt ist ein festgelegter Ort, an dem sich Mitarbeitende, Besucher und Auftragnehmer nach einer Gebäudeevakuierung treffen. Dort lässt sich überprüfen, ob alle Personen das Gebäude sicher verlassen haben. Nach OSHA 29 CFR 1910.38 müssen Notfallpläne, die unter diese Vorschrift fallen, ein Verfahren zur Erfassung von Mitarbeitenden nach einer Evakuierung enthalten. Ein fest definierter Sammelbereich ist eine verbreitete Möglichkeit, diesen Prozess umzusetzen.

Sammelpunkt: Das Wichtigste in Kürze

Ein Sammelpunkt ist ein festgelegter sicherer Ort außerhalb eines Gebäudes, an dem sich Mitarbeitende, Besucher und Auftragnehmer nach einer Evakuierung versammeln und erfasst werden.

Nach OSHA 29 CFR 1910.38 müssen Arbeitgeber, für die diese Vorschrift gilt, Verfahren vorsehen, mit denen Mitarbeitende nach einer Evakuierung erfasst werden.

Ein sicherer Sammelpunkt liegt außerhalb möglicher Gefahrenbereiche und hält Zufahrten für Rettungsfahrzeuge frei. Er sollte auch bei Rauch, Regen oder Dunkelheit gut erkennbar sein.

PULT Presence nutzt die bestehende WLAN-Infrastruktur, um Anwesenheit sichtbar zu machen. Das kann Office- und Sicherheitsteams bei der Anwesenheitskontrolle im Notfall unterstützen.

Was ist ein Sammelpunkt?

Ein Sammelpunkt ist ein vorab festgelegter Ort außerhalb eines Gebäudes, an dem sich Personen nach einem Evakuierungsalarm versammeln. Sein Zweck endet nicht damit, Menschen aus dem Gebäude zu führen. Ein zentraler Sammelort gibt Sicherheitsverantwortlichen die Möglichkeit, die anwesenden Personen zu erfassen, den Status der Evakuierung zu prüfen und zu erkennen, wer möglicherweise noch fehlt.

Muster Point, Assembly Point und Muster Station: Was bedeuten die Begriffe?

Die englischen Begriffe „Muster Point" und „Assembly Point" beschreiben im Allgemeinen denselben Zweck. „Muster Station" ist ein verwandter Begriff, der vor allem im maritimen und Offshore-Bereich verwendet wird. Bei Büros und Lagergebäuden an Land werden in den USA typischerweise „Muster Point" oder „Assembly Point" verwendet.

Im maritimen Bereich ist „Muster Station" gebräuchlich, unter anderem im Zusammenhang mit den SOLAS-Vorgaben für Sammelstationen und Übungen. Bei Büros und anderen Arbeitsstätten an Land funktioniert der grundlegende Ablauf ähnlich. Es braucht einen definierten Ort und einen Prozess, mit dem sich feststellen lässt, ob alle Personen das Gebäude verlassen haben.

Wo sollte ein Sammelpunkt liegen?

Ein guter Sammelpunkt liegt weit genug vom Gebäude entfernt, damit Personen vor Rauch, Trümmern und möglichen Gebäudeschäden geschützt sind. Gleichzeitig sollte er innerhalb weniger Minuten erreichbar bleiben. Neben der Entfernung entscheiden mehrere praktische Kriterien darüber, ob ein Standort im Ernstfall funktioniert.

Abstand zu Gefahrenquellen: Wähle einen Standort mit ausreichend Abstand zum Gebäude, zu Parkhäusern und zu Bereichen, in denen brennbare Materialien gelagert werden.

Zufahrt für Rettungskräfte freihalten: Der Sammelpunkt darf keine Wege blockieren, die Feuerwehr oder Rettungsdienst für den Zugang zum Gebäude benötigen.

Von allen Ausgängen erreichbar: Jeder Fluchtweg im Gebäudeplan sollte zu einem Sammelpunkt führen, ohne dass Personen dafür erneut durch das Gebäude gehen müssen.

Auch bei schlechter Sicht erkennbar: Der Ort sollte bei Rauch, Regen und Dunkelheit identifizierbar bleiben. Eine gut sichtbare Beschilderung hilft bei der Orientierung.

Wenn euer Evakuierungsplan über die Wahl des Sammelpunkts hinaus überarbeitet werden soll, findest du in unserem Leitfaden zum Brandschutz im Büro weitere Informationen zu Alarmsystemen und Übungsplänen.

Wie richtet und kennzeichnet man einen Sammelpunkt im Büro?

Für einen funktionierenden Sammelpunkt braucht es drei Dinge: eine eindeutige Beschilderung, klar zugewiesene Verantwortung für die Anwesenheitskontrolle und ausreichend Platz für alle Personen, die sich im Gebäude aufhalten können. In großen Gebäuden, Büros mit mehreren Etagen oder Standorten mit mehreren Mietparteien können mehrere Sammelpunkte sinnvoll sein, wenn sonst Engpässe entstehen.

Deutlich kennzeichnen: Nutzt gut sichtbare Schilder, damit der Sammelpunkt tagsüber und bei eingeschränkter Sicht eindeutig zu erkennen ist.

Verantwortung festlegen: Benennt geschulte Personen, die die Anwesenheitskontrolle übernehmen und das Ergebnis an die Einsatzleitung melden.

Ausreichend Kapazität planen: Bei großen Etagen, mehreren Gebäuden oder gemeinsam genutzten Büroflächen können zusätzliche Sammelpunkte erforderlich sein. Die Anwesenheitslisten sollten entsprechend zugeordnet werden.

Im Plan eintragen: Tragt jeden Sammelpunkt in den Flucht- und Lageplan ein und erklärt neuen Mitarbeitenden im Onboarding, wo er sich befindet.

Wie führt man am Sammelpunkt eine Anwesenheitskontrolle durch?

Sobald die Personen den Sammelpunkt erreicht haben, beginnt die verantwortliche Person mit der Anwesenheitskontrolle. Dabei werden die Namen mit einer vorhandenen Liste abgeglichen und das Ergebnis anschließend an die Einsatzleitung gemeldet. Die größere Herausforderung besteht darin, sicherzustellen, dass diese Liste tatsächlich alle Personen enthält, die sich vorher im Gebäude befanden. Dazu gehören auch Menschen, die nicht auf einer regulären Mitarbeiterliste stehen.

Besucher und Auftragnehmer berücksichtigen

Mitarbeitende lassen sich häufig über reguläre Listen erfassen. Bei Besuchern und externen Auftragnehmern ist das schwieriger. Auch ein Gast, der sich eine Stunde zuvor angemeldet hat, oder ein externer Dienstleister im dritten Stock muss nach einer Evakuierung berücksichtigt werden. Wenn das Besucherprotokoll nicht mit dem Notfallprozess verbunden ist, wissen Sicherheitsverantwortliche möglicherweise nicht, wie viele Personen tatsächlich fehlen.

Manuelle Anwesenheitskontrolle vs. Echtzeit-Präsenzdaten

Eine Anwesenheitskontrolle auf Papier kann in einem mittelgroßen Büro wertvolle Zeit kosten. Zudem enthält sie nur Personen, die zuvor auf der Liste erfasst wurden. PULT Presence nutzt Daten aus dem Büronetzwerk, um anzuzeigen, welche Mitarbeitenden vor Ort erfasst sind. Besucher- und Auftragnehmerdaten können die Anwesenheitsübersicht im Notfall ergänzen.

{{onpage-cta}}

Sorge an jedem Sammelpunkt für eine schnelle und verlässliche Anwesenheitskontrolle

Ein Sammelpunkt funktioniert nur, wenn alle wissen, wo er liegt und jemand feststellen kann, wer dort angekommen ist. Abstand, Beschilderung und eine klar verantwortliche Person lösen den organisatorischen Teil. Für die eigentliche Anwesenheitskontrolle braucht es eine Liste, die möglichst vollständig abbildet, wer an diesem Tag vor Ort war. Dazu gehören Mitarbeitende, Besucher und Auftragnehmer. Genau hier entstehen bei manuellen Prozessen häufig Lücken.

Aktuelle Anwesenheitsdaten können die Personenzählung am Sammelpunkt unterstützen, anstatt ausschließlich auf einer manuellen Liste zu basieren.

Digital eingecheckte Besucher und Auftragnehmer können berücksichtigt werden, ohne dafür ein separates Papierprotokoll zu führen.

Die Anwesenheitserfassung läuft über das bestehende WLAN-Netzwerk und benötigt keine zusätzliche Sensorik.

Notfallmaßnahmen können zusätzlich mit Zeitstempeln dokumentiert werden, sofern die entsprechende Funktion im Setup genutzt wird.

{{onpage-cta-2}}

PULT Hybrid Work
Hybrides Arbeiten

Hybride Arbeitsmodelle: Was sie genau bedeuten und wie sie funktionieren können

Hybrides Arbeiten ist ein Arbeitsmodell, das Büro- und Remote-Tage nach festen oder flexiblen Regeln kombiniert. Unternehmen verbinden damit persönliche Zusammenarbeit vor Ort mit der Möglichkeit, an anderen Tagen remote zu arbeiten.

Hybride Arbeitsmodelle: Das Wichtigste in Kürze

Bei hybrider Arbeit teilen Mitarbeitende ihre Arbeitszeit nach einem festen oder flexiblen Modell zwischen Büro und Remote-Arbeitsort auf.

Zu den gängigsten Varianten gehören feste und flexible Hybridmodelle sowie Office-First- und Remote-First-Modelle. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wer entscheidet, an welchen Tagen Mitarbeitende wo arbeiten.

Hybride Arbeitsmodelle werden schnell zu einer operativen Aufgabe für das Office Management. Anwesenheitsplanung muss zu verfügbaren Arbeitsplätzen, Räumen und Zugängen passen.

PULT verbindet Desk Booking, Room Booking, Visitor Management und Office Insights in einem System. Workplace Teams erhalten dadurch einen täglichen Überblick darüber, wer im Büro erwartet wird und wer tatsächlich vor Ort ist.

Was ist hybride Arbeit?

Hybrides Arbeiten ist eine Arbeitsform, die Präsenztage im Büro mit Remote-Tagen verbindet. Je nach Unternehmensrichtlinie, Vereinbarung und gewähltem Modell entscheidet das Unternehmen oder die Mitarbeitenden, an welchen Tagen wo gearbeitet wird. Ein hybrides Modell betrifft damit auch die Planung von Arbeitsplätzen, Besprechungsräumen und gemeinsamen Präsenztagen im Team.

Hybrides Arbeiten vs. Remote Work vs. Vollzeit im Büro

Die drei Modelle liegen auf einem Spektrum. Hybrides Arbeiten verbindet Elemente aus Remote Work und klassischer Büroarbeit.

ModellWo Sie arbeitenWer entscheidet über die Aufteilung?
Remote WorkVollständig außerhalb des BürosMitarbeitende im Rahmen der Unternehmensrichtlinien
Hybrides ArbeitenAufteilung zwischen Büro und HomeofficeAbhängig vom Unternehmensmodell, teilweise mit Wahlmöglichkeiten für Mitarbeitende
Vollzeit im BüroVollständig vor OrtDas Unternehmen legt die Anwesenheit im Rahmen der geltenden Vereinbarungen fest

Der Kerngedanke bleibt bei allen Definitionen gleich: Hybrides Arbeiten kombiniert Arbeitszeit im Büro mit Arbeitszeit an einem Remote-Arbeitsort.

Was sind die gängigsten hybriden Arbeitsmodelle?

Hybride Arbeitsmodelle werden häufig in vier Kategorien unterteilt: festes Hybridmodell, flexibles Hybridmodell, Office First und Remote First. Die Modelle unterscheiden sich vor allem darin, wer Präsenztage bestimmt und wie gut sich die Büroanwesenheit von Woche zu Woche planen lässt.

4 Beispiele für hybride Arbeitsmodelle aus der Praxis

ModellSo funktioniert esAm besten geeignet für
Fester HybridDas Unternehmen legt feste Präsenztage für Teams oder Abteilungen fest.Planbare Zusammenarbeit und Flächenplanung
Flexibler HybridMitarbeitende wählen ihre Präsenztage abhängig von Aufgaben und Arbeitsbelastung selbst.Teams mit hoher Eigenverantwortung und verteilten Standorten
Hybridmodell mit Office-First-AnsatzDie Arbeit findet standardmäßig im Büro statt. Eine festgelegte Zahl an Remote-Tagen ist möglich.Teams mit viel persönlicher Zusammenarbeit oder Kundenkontakt
Hybridmodell mit Remote-First-AnsatzRemote Work ist der Standard. Für Zusammenarbeit oder bestimmte Termine kommen Mitarbeitende gezielt ins Büro.Verteilte Teams und Unternehmen mit kleinerer Bürofläche

Wie sieht ein hybrides Arbeitsumfeld in der Praxis aus?

Ein hybrides Arbeitsumfeld verbindet gemeinsam genutzte Büroflächen mit einer digitalen Ebene, die Verfügbarkeit und Anwesenheit sichtbar macht. Feste Schreibtische werden teilweise durch buchbare Arbeitsplätze ersetzt. Besprechungsräume müssen verlässlich verfügbar sein und das Büro wird stärker als gemeinsam genutzte Ressource geplant.

Die räumliche Gestaltung: Schreibtische, Räume und Gemeinschaftsbereiche

Ein hybrides Büro kombiniert häufig flexibel nutzbare Arbeitsplätze, buchbare Besprechungsräume und Ruhezonen für konzentrierte Arbeit. Teams, die an denselben Tagen ins Büro kommen, können gemeinsame Zonen nutzen. Gemeinschaftsflächen werden stärker an der tatsächlich erwarteten Anwesenheit ausgerichtet als am gesamten Headcount.

Die digitale Ebene: Buchung, Transparenz und Insights

Die räumliche Planung funktioniert besser mit einem System, das Buchung und Anwesenheit zusammenführt. Mitarbeitende können Arbeitsplätze und Räume vor ihrer Ankunft buchen. Office Manager sehen die tägliche Auslastung. Workplace Analytics zeigt zusätzlich, welche Bereiche tatsächlich genutzt werden und welche häufig leer bleiben. PULT verbindet Desk Booking, Room Booking und Visitor Management in einer Plattform und liefert damit eine belastbarere Datengrundlage als gemeinsam gepflegte Tabellen.

Welche Vorteile und Herausforderungen bietet hybrides Arbeiten?

Hybride Arbeitsmodelle bieten echte Flexibilität und bringen Koordinierungsprobleme mit sich, die sich von denen in vollständig ortsunabhängigen oder vollständig vor Ort tätigen Arbeitsmodellen unterscheiden.

Die Vorteile

Mitarbeitende können fokussierte und kollaborative Arbeit besser auf unterschiedliche Arbeitsorte verteilen.

Büroflächenkosten können sinken, wenn weniger Mitarbeitende dauerhaft einen eigenen Arbeitsplatz benötigen. Gleichzeitig reduziert sich für viele Mitarbeitende die Zahl der Pendeltage.

Unternehmen können auf einen größeren Talentpool zugreifen, wenn tägliche Büroanwesenheit nicht vorausgesetzt wird.

Flexible Arbeitsmodelle können die Bindung von Mitarbeitenden stärken, die Wert auf freie Wahl des Arbeitsorts legen.

Die Herausforderungen

Ohne zentrales Buchungssystem können Arbeitsplätze und Räume doppelt gebucht werden.

Teams kommen an unterschiedlichen Tagen ins Büro und verpassen sich, wenn niemand sehen kann, wer vor Ort sein wird.

An einzelnen Tagen bleiben Büroflächen leer. An anderen Tagen fehlen Arbeitsplätze oder Räume.

Hybride Regeln verlieren ihre Wirkung, wenn niemand prüft, ob das Modell noch zur tatsächlichen Anwesenheit passt.

Sieh, wer im Büro erwartet wird und wer tatsächlich vor Ort ist

Demo buchen

Welche Fehler begehen Unternehmen bei der Einführung von hybriden Arbeitsmodellen?

Viele Probleme bei hybrider Arbeit entstehen durch vermeidbare Fehler während der Einführung. Gleichzeitig bringt jedes hybride Modell eigene Koordinationsaufgaben mit sich, die dauerhaft gesteuert werden müssen.

Häufige Fehler bei hybrider Arbeit

Es gibt kein Buchungssystem. Dadurch werden Arbeitsplätze doppelt gebucht und an stark frequentierten Tagen entsteht unnötiges Chaos.

Es fehlt eine Übersicht zur Anwesenheit. Teams kommen an unterschiedlichen Tagen ins Büro und verpassen sich trotz des hybriden Modells.

Rollen und Teams haben keine klaren Regeln. Mitarbeitende fallen dadurch in alte Routinen zurück oder kommen kaum noch ins Büro.

Die Einführung wird als einmalige Ankündigung behandelt. Danach wird nicht mehr geprüft, ob das Modell weiterhin zu den tatsächlichen Anwesenheitsmustern passt.

Wie führt man hybrides Arbeiten richtig ein?

Ein tragfähiges hybrides Arbeitsmodell braucht eine klare Richtlinie und Systeme, die Buchung und Anwesenheit im Arbeitsalltag zuverlässig abbilden.

Eine praktische Checkliste für Büroleiter

1

Wählt ein hybrides Modell aus, etwa ein festes oder flexibles Hybridmodell, Office First oder Remote First, und haltet es in einer klaren Richtlinie fest.

2

Richtet Desk Booking und Room Booking ein, damit Mitarbeitende ihre benötigten Ressourcen vor dem Bürotag reservieren können.

3

Schafft Transparenz darüber, wer an welchem Tag vor Ort ist.

4

Definiert klare Teamregeln für Bürotage. Dazu können gemeinsame Präsenztage für Meetings oder Zusammenarbeit gehören.

5

Prüft die tatsächliche Büroauslastung regelmäßig und passt das Modell anhand realer Anwesenheitsdaten an.

Mach aus eurer Hybrid-Work-Richtlinie ein System, das im Alltag funktioniert

Ein hybrides Arbeitsmodell funktioniert dauerhaft, wenn Richtlinien, Desk und Room Booking sowie tatsächliche Nutzungsdaten zusammenspielen. Mitarbeitende behalten die gewünschte Flexibilität. Gleichzeitig lassen sich viele Koordinationsprobleme durch klare Prozesse reduzieren.

PULT Office Insights: siehst du, welche Tage und Zonen tatsächlich genutzt werden. Hybride Regeln können dadurch stärker an realen Daten ausgerichtet werden.

Mitarbeitende buchen ihren Arbeitsplatz oder Besprechungsraum für die Tage, an denen sie ins Büro kommen. Gleichzeitig sehen sie, wo ihr Team bereits sitzt.

Buchungen, Auslastung und Regeln für hybride Arbeit werden an einem Ort verwaltet.

PULT lässt sich mit Microsoft Teams, Slack, Personio oder HiBob verbinden, damit hybride Planung und bestehende Mitarbeiterdaten zusammenpassen.

{{onpage-cta}}